Entstehung des Pokerspiels

September 10th, 2006

Wissenswertes über die Entstehung des Pokerspiels

Poker das beliebteste Kartenspiel in Nordamerika wenn nicht sogar weltweit, ist eine Mischung aus drei Kartenspielen deren Ursprung in Asien und Europa liegen. Die ersten Siedler und später Seeleute brachten diese Spiele aus ihren Heimatländern in das gerade entstehende Amerika.
Um 1805 schlug dann die Geburtsstunde des amerikanischen Pokers und zwar in New Orleans, wo es auf den Riverboats gespielt wurde.
Ursprünglich wurde Poker mit einem Blatt bestehend aus 20 Karten gespielt. Mit der Zeit vermischte es sich mit europäischen Kartenspielen und im Laufe der Zeit wurde daraus das
heute bekannte Pokerspiel, mit all seinen Varianten.

Besonders viel Einfluß auf die Entstehung das Spiels hatten drei Spiele dern Ursprung in Asien und Europa hatten.
Eines dieser Spiele stammt aus Persien, heißt As Nas und ist auch heute noch sehr beliebt.
Es wird von 4 oder 5 Spielern gespielt. Je nach Anzahl der Spieler hat das Kartendeck 20 oder 25 Karten. Die Wertigkeit der Karten entspricht den uns bekannten Ass, König, Dame, Bube, Zehn in vier Farben. Bei einem fünften Spieler wird eine weitere Farbe hinzugefügt.
Bei dem Spiel erhält jeder Spieler fünf verdeckte Karten und kann dann im Uhrzeigersinn setzen erhöhen oder aussteigen. Gültige Hände die gewinnen sind Vierling, Full House, Drilling, 2 Paare und ein Paar. Flush und Straight gibt es nicht. Ein wesentliche Eigenart des Spiels, die auch erwünscht ist, war und ist der Bluff.

Das zweite Spiel das Einfluß auf die Entwicklung des Pokerspiels genommen hat heißt Poque und stammt aus Frankreich. Bei diesem Spiel erhält jeder Spieler drei Karten verdeckt. Anschließen wurde gesetzt und danach aufgedeckt. Ende 17-tes Anfang 18-tes Jahrhunderts war Poque sehr beliebt.

Das dritte Spiel mit viel Einfluß kam aus Deutschland und war bekannt unter dem Namen Pochen. Es war ein Spiel für 3-6 Spieler und besaß pokerähnliche Regeln. Jeder Spieler erhielt 5 Karten. Das beste Blatt war ein Vierling oder eine Trumpfkarte in Verbindung mit den meisten Karten einer Farbe.

Entstehung des amerikanischen Poker

Nachdem die Amerikaner 1803 New Orleans gekauft hatten, entdeckten sie ein Spiel das von den Franzosen gespielt wurde und von persischen Seeleuten oder französischen Soldaten ins Land gebracht worden war. Dieses Spiel hieß As Nas und die Franzosen fügten den Wortlaut ihres Spiels Poque hinzu. Durch die harte Aussprache der Amerikaner wurde daraus im Laufe der Zeit Poker.

1840 wurde in Amerika das 52-Kartendeck eingeführt

Zwischen 1850 und 1855 wurde die Möglichkeit eingeführt Karten zu tauschen, um das Spiel vielseitiger zu gestalten und um mehr Geld ins Spiel zu bringen.

1865 führten Bürgerkriegssoldaten 5-Card-Stud ein. Durch Aufdecken der Karten wurde das Spiel noch interessanter gestaltet.

1870-1875 tauchte der Joker als so genannte wild card auf und Das Pokerspiel mit Joker wurde sehr beliebt.
1930-1949 erreichte die Variante 7-Card-Stud en Höhepunkt seiner Beliebtheit und wir auch heute noch sehr gern gespielt.

Ab 1949 erfreute sich ein Nachfahre von 7-Card Stud immer größerer Beliebtheit. Die Variante heißt Texas Holdem und ist heute die meist verbreiteste Form des Pokerspiels.
Dabei gibt es 5 offene Gemeinschaftskarten die für jeden Spieler gelten und dessen zwei verdeckten Karten unterstützen.

Poker ist ein einzigartiges Spiel. Es gibt keine festgeschriebenen Regeln und Bestimmungen. Es gibt nur ethische Richtlinien die von der spielenden Öffentlichkeit akzeptiert werden, um Ordnung ins Spiel zu bringen. Jeder seriöse Pokerspieler hält sich an diese Etikette, die in den Casinos dieser Welt sowieso vorgegeben ist.
Poker ist das einzige Spiel das in Casinos gespielt wird, bei dem der Spieler nicht gegen das mit Vorteilen bedachte Haus antritt, sondern gegen Mitspieler und sein Erfolg hängt neben Glück hauptsächlich von seiner Persönlichkeit und seinem Können ab.

Professioneller Pokerspieler

September 10th, 2006

Professioneller Pokerspieler – ein Traumberuf?

Bedingt durch die vermehrte Präsenz von Poker in den Medien erlangt das Spiel einen immer größeren Bekanntheitsgrad und erfreut sich vor allem im europäischen Raum einer immer größeren Beliebtheit. Auf Grund der übertragenen Turniere, bei denen die Teilnehmer am Final Table und speziell der Gewinner des Turniers, enorme Preisgelder gewinnen, wird bei Vielen der Wunsch geweckt auch ein professioneller Pokerspieler zu werden.

Nicht nur dass man viel Geld verdienen kann, nein man kann auch noch seine Zeit selbst einteilen, reist um die Welt um Turniere zu spielen und braucht auch nur seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Pokerspiel nachzugehen. Soweit die Vision.

Die Realität sieht hingegen etwas anders aus. Professionelles Pokerspiel erfordert strategisches Denken, Disziplin, psychologisches Einfühlungsvermögen sowie physische als auch physische Belastbarkeit. Hinzu kommt das Poker kein Lehrberuf ist, d.h. man muss sich alle notwendigen Fähigkeiten, die das Spiel erfordert selbst aneignen und um erfolgreich zu werden braucht es viel Erfahrung.

Allerdings muss man sagen, daß die Verbreitung von Online-Poker, sowie das erhöhte Angebot an Pokerliteratur, die in letzter Zeit auf dem Markt erschienen ist, den Einstieg erleichtert haben und den Weg zum Profi erleichtern.

Die Entscheidung das Spiel professionell zu betreiben, wird im Wesentlichen aus zwei Gründen getroffen.
Zum einen stellt der Spieler fest, dass er mit dem Spiel mehr verdient als mit seinem Beruf  und das eventuell auch noch mit einem geringeren Zeitaufwand.
Zum anderen erlangt man mehr Freiheiten, wie z.B freie Zeiteinteilung oder man ist nicht mehr von anderen abhängig. Man ist ja sein eigener Chef. Diese Gründe führen dazu, dass sich Leute entscheiden Profis zu werden, selbst wenn dadurch ihr Einkommen schrumpft.
Im Übrigen ist die Bezeichnung Profi ein Status den man sich selbst verleiht. Es gibt keine Pokerinnung oder etwas in der Art. Es gibt Leute, die sich selbst als Profis bezeichnen, obwohl sie mehr verlieren als gewinnen.

Was ist nun ein professioneller Pokerspieler?

In erster Linie ist er ein Geschäftsmann. Er spielt Poker ausschließlich deswegen um soviel wie möglich zu gewinnen um damit sein Einkommen zu maximieren. Das ist sein einziges Ziel. Dabei hängt sein Einkommen von folgenden Faktoren ab.

Wie gut sind seine Fähigkeiten als Spieler, d.h hat er mehr Erfahrung als seine Mitspieler am Tisch. Kann er die Stärke seiner Mitspieler richtig beurteilen und deren Schwächen für sich ausnutzen. Beherrscht er alle erforderlichen Spielzüge um das Spiel kontrollieren zu können wenn er an einem Spiel beteiligt ist, usw.
Weiterhin ist sein Einkommen davon abhängig von der Anzahl der Hände, die pro Stunde gespielt werden, denn je mehr Hände er spielen kann, umso mehr kann er gewinnen.
Wichtig ist auch die Höhe des Rakes oder auch die Höhe der Gebühr pro Zeiteinheit.
Eine große Rolle spielt, die Auswahl des Spiels. Es gibt Spieler die ihr bestes Spiel nur bei einem Limit Spiel zeigen können und z.B bei einem No-Limit Spiel auf verlorenem Posten stehen. Die Fähigkeit sich selbst genau einschätzen zu können ist für einen Profi überlebenswichtig.

Profispieler lassen sich in drei Klassen einteilen, wobei die Grenzen fließend sind.
-    Onlinespieler: Diese Spieler sind darauf aus soviele Hände wie möglich zu spielen und spielen deshalb in der Regel auf mehreren Tischen gleichzeitig. Meistens spielen sie Limit Spiele, da diese mehr statisch ablaufen und es nicht ganz so wichtig ist, wie einzelne Gegenspieler sich verhalten, ganz im Gegensatz zu No-Limit Spielen bei dem die richtige Einschätzung des Gegners von enormer Bedeutung ist.
-    Offlinespieler: Diese Spieler bevorzugen das Spiel in einem Casino oder Pokerroom und spielen meistens ein No-Limit Spiel, da sie hier ihre Gegner konzentrierter beobachten können und deren Schwächen exakter erkennen und ausnutzen können.
-    Turnierspieler: Einige Spieler haben sich ausschließlich auf Turniere spezialisiert. Dieser Weg ist der gefährlichste, denn die Kosten für Reisen und die teilweisen sehr hohen Buy-ins, fressen die bankroll sehr schnell auf und daher kommt es das einige dieser Spieler verschuldet sind und sie von der Szene verschwinden. Es gibt natürlich auch hier sehr erfolgreiche Spieler und die zu verdienenden Preisgelder sind enorm.

Abschließend ist zu sagen, dass mit Poker sehr gutes Einkommen zu verdienen ist. Professionel betrieben hat es aber auch Schattenseiten. Es ist schon sehr monoton jeden Tag stundenlang vor dem PC zu sitzen und mechanisch und konzentriert das Spiel zu spielen. Da man es professionell betreibt bleibt kein Spielraum für Fun und Action, da dies unweigerlich der Gewinnmaximierung schadet und die ist das Ziel des Profis. Des Weiteren sind die Kosten für Reisen, Unterkunft usw. beträchtlich, wenn man Casinos oder Turniere besucht, so dass man schnell Pleite ist, wenn der Erfolg aus bleibt.
Nicht zu vergessen ist, dass man ein trotz freier Zeiteinteilung ein diszipliniertes und gesundes Leben führen muss um auf Dauer erfolgreich zu sein, denn ein Turnier oder eine Session im Kasino ist zermürbend und kräftezehrend.  Deshalb ist es wichtig körperlich und vor allem mental topfit zu sein um erfolgreich bestehen zu können und das wiederum tägliches Training und Vorbereitung. Nicht zu vergessen ist das auch das eigene Spiel immer wieder auf den Prüfstand muss, um eventuell eingeschlichene Fehler zu erkennen und zu beseitigen.
Soviel zu diesem Thema.